Square Enix Recycelt mit Upgrades.
Aktualisiert: 28. Juli

Wenn es um Rollenspiele geht, insbesondere um jene aus Japan (JRPGs), kommt man am traditionsreichen Publisher und Entwickler Square Enix nicht vorbei. Nur wenige Softwarefirmen können auf so viele langlebige Marken zurückblicken wie das japanische Unternehmen. Ob Secret of Mana, Dragon Quest, Kingdom Hearts oder Final Fantasy – mindestens eine dieser gefeierten Serien ist euch sicherlich bekannt. Doch aktuell macht Square Enix leider keine allzu positiven Schlagzeilen und sorgt in der Community für Unbehagen. Besonders Fans der Nintendo Switch/Nintendo Switch 2 könnten von der derzeitigen Strategie von Square Enix enttäuscht sein.
Wenn man von der Nintendo Switch auf die Nachfolgerkonsole wechseln möchte, ist ein kostenloses oder kostengünstiges Upgrade in der Regel sehr willkommen. Diese Praxis wurde zumindest anfangs von Square Enix unterstützt.
Ein Upgrade ist eine technisch verbesserte oder angepasste Version eines bereits erhältlichen Spiels, das auf die neue Hardware zugeschnitten ist. Zum Beispiel: Ihr kauft Final Fantasy X/X2 HD Remaster für die Nintendo Switch. Ihr könnt diese Version zwar auch auf die NSW 2 mitnehmen und spielen, diese bleibt aber auf dem Entwicklungsstand der vorherigen Konsole. Daher der eigentliche Gedanke für ein Upgrade.
Es ist vollkommen in Ordnung, dafür eine kleine Gebühr zu verlangen, da dies einen gewissen personellen und finanziellen Aufwand erfordert. Problematisch wird es jedoch, wenn der Preis sich kaum merklich von einem neu veröffentlichten Spiel unterscheidet. Wenn der Inhalt unverändert bleibt und lediglich minimale, meist optische Anpassungen vorgenommen werden, wird in der Regel nicht der Vollpreis erwartet, da es sich weder um ein Remaster noch um ein Remake handelt.
Um das schönzureden, braucht man eine Menge Fantasie.
Im Fall von SQUARE ENIX entschied man sich gegen eine Upgrade-Möglichkeit für Besitzer der Ursprungsversionen und bittet diese stattdessen erneut zur Kasse. Was bei Dragon Quest 11 begann, setzt sich mittlerweile sowohl bei den Nintendo Switch 2 Versionen von Final Fantasy X HD Remaster, Star Ocean Second R als auch beim kommenden Port zu Octopath Traveller 1 und 2 fort.

Für diejenigen, die die genannte Software erst noch erwerben müssen und sie nicht bereits für das vorherige System besitzen, dürfte das vermutlich nicht von großer Bedeutung sein. Für alle anderen, die sie erst kürzlich für die Nintendo Switch 1 gekauft haben, ist dies ein herber Rückschlag, da sie im Grunde genommen noch einmal den gleichen Betrag ausgeben müssen, um eine etwas verbesserte Version zu erhalten.
Nochmal: Die Versionen, sei es für die Switch 1 oder Switch 2, sind inhaltlich absolut identisch. Es wird im Grunde nur für die NSW 2 recycelt. Das ist kein Remaster und erst recht kein Remake.
Warum macht man das?
Es ist kein Geheimnis, dass der Entwickler und Publisher in den letzten Jahren sehr viel investiert und nicht so viel eingenommen hat, wie erhofft. Gerade Final Fantasy 16 und davor auch 15 waren ziemlich kostenintensiv. Aus diesem Grund liegt die Vermutung nahe, dass man dieses finanzielle Fiasko durch Preisanpassungen mit wenig entwicklerischem Aufwand wieder ausbügeln möchte.
Aus unternehmerischer Sicht, vor allem wenn man an der Börse ist macht das durchaus Sinn. Aber kundenfreundlich ist das nicht. Erst recht nicht wenn die Nintendo Switch 2 Version für jeweils 50 € zum Jubiläum angekündigt werden wie es bei Octopath Traveller der Fall war.
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